Expertenforum


Abnehmtrend Intervallfasten

© Basica/ Dr. Tanja Werner, Ernährungsexpertin aus München
© Basica/ Dr. Tanja Werner, Ernährungsexpertin aus München

EXPERTENFORUM

Experteninterview zum Thema Intervallfasten mit Dr. Tanja Werner, Ernährungsexpertin aus München

Schlank und fit mit Intervallfasten

 

Viele Prominente haben es schon vorgemacht: Durch das sogenannte Intervallfasten haben sie spielend abgenommen – und mittlerweile ist es richtiggehend trendy geworden, über lange Zeit das Essen einfach wegzulassen. Ob 16 Stunden pro Tag oder zwei Tage die Woche, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Wichtig ist, zu verstehen, wie sich die Abläufe im Körper durch das Fasten verändern und wie das Intermitting Fasting, das Fasten mit periodischen Essenspausen, erfolgreich gelingen kann.

 

Wie funktioniert Intervallfasten?

 

Dr. Tanja Werner: Es ist einfach eine tolle Möglichkeit, um unkompliziert und alltagstauglich abzunehmen. Man kann ganz individuell und frei wählen, wie man das Intervallfasten gestaltet: zu Beginn ist 16:8 leichter…16 Stunden pro Tag fasten, und in den übrigen acht Stunden kann gegessen werden oder 5:2, heißt 2 Tage Fasten, 5 Tage ausgewogene Ernährung und zwar ohne strengen Diätplan. Wichtig ist, dass die Diät, egal wie sie heißt, leicht geht und mit Verstand und Vernunft gegessen wird. Ich persönlich befolge die 6:1 Version mit einem Fastentag pro Woche, das geht immer.

 

Was heißt das denn konkret?

 

Dr. Tanja Werner: An den Fastentagen wird nur Flüssigkeit zugeführt, das heißt Wasser, ungesüßter Tee, Brühe oder Gemüse- und Obstsäfte mit max. 400-600 Kalorien. In der Zeit in der gegessen wird, sollte auf die Ernährung geachtet werden. Es ist nicht erfolgsversprechend „ungebremst und ungehemmt“ Zucker, Fett und Kalorien in sich rein zu schaufeln. Vielmehr ist hierbei wichtig: Wenig Kohlehydrate, vor allem Zucker und Süßigkeiten, kein schlechtes Fett, also eher nicht der Schweinebraten, sondern lieber gesundes Eiweiß in Form von Fisch und magerem Fleisch und das in Kombination mit Gemüse oder Salat zu sich zu nehmen. Das schmeckt, macht satt und schlägt nicht auf die Hüften!

 

Was passiert während des Intervallfastens in unserem Körper – welche Abläufe werden da in Gang gesetzt?

 

Dr. Tanja Werner: Nimmt der Körper weniger Kalorien zu sich, wird Fett abgebaut, um den Körper weiterhin mit Energie zu versorgen. Bei diesem Prozess entstehen Ketosäuren. Die Folge kann eine Übersäuerung des Organismus sein. Dadurch verschlechtert sich die Stoffwechselleistung und hemmt den weiteren Fettabbau. Wir verlieren nur wenig Gewicht, die Pfunde wollen einfach nicht mehr purzeln. Und die Situation kennen wohl alle, die schon mal eine Diät gemacht haben. 

 

Was kann man dagegen tun?

 

Dr. Tanja Werner: Es ist ganz einfach: Der Stoffwechsel muss wieder angekurbelt werden! Morgens Sport kann Wunder wirken. Außerdem können Sie dem Körper mit der Einnahme basischer Mineralstoffe auf die Sprünge helfen – das konnte auch in einer Placebo-kontrollierten Studie von Sportwissenschaftlern der Universität Halle-Wittenberg gezeigt werden. Moderater Sport in Kombination mit ein bis zwei Fastentagen pro Woche und der zusätzlichen Einnahme eines Basenpräparats auf Basis von organischen Mineralstoffen, zum Beispiel Basica Direkt aus der Apotheke, führte zur stärksten Gewichtsabnahme als auch zu einer verbesserten Laufleistung. Sie möchten – pünktlich zum Saisonbeginn – noch mal ein paar Pfunde loswerden und sind auf der Suche nach einer unkomplizierten Möglichkeit zur Gewichtsreduktion? Dann könnte das intermittierende Fasten in Kombination mit einer ausgewogenen mineralstoffreichen Basenkur eine geeignete Maßnahme sein!

 

Quellenverweis: Das Experteninterview führte Basica/ medicalpress.

2 Kommentare

In Plauderrunde mit Jessica Schwarz: Das neue Kampagnengesicht von MARBERT Lift4AgeProtection

Jessica Schwarz, Marbert-Markenbotschafterin & Marbert Global Director Daniel Palermo, Foto © art of BEAUTY CONCEPT & CONSULTING
Jessica Schwarz, Marbert-Markenbotschafterin & Marbert Global Director Daniel Palermo, Foto © art of BEAUTY CONCEPT & CONSULTING

EXPERTENFORUM

Der erfolgreiche deutsche Kinostar, Bambi-Preisträgerin Jessica Schwarz („Romy“) ist das schöne neue Markengesicht der deutschen Traditionskosmetik MARBERT. Auf der beautypress-Pressekonferenz im Hamburger Nobelhotel „Vier Jahreszeiten“ verriet die sympathische Erbacherin jetzt dem Niche Beauty-Magazin just me & beauty, was ihr für ihre tägliche Schönheitsroutine zwischen stressigen Drehterminen und stundenlangen Maskensitzungen wichtig ist.

Behütet und bodenständig aufgewachsen im pittoresk-verträumten Michelstadt im südhessischen Odenwald, zog es die quirlige Teenagerin schon früh auf ausgedehnte Entdeckertouren. Ob internationale Modelkarriere, VIVA-Moderatorin, Hotelinhaberin, Synchronsprecherin, TV-Serienstar und seit Ende der 90er Jahre populäre, mehrfach Award-gekürte Kinoschauspielerin – die Liste der Schwarz’schen Selbstfindungsaktivitäten ist lang. Jüngst startete die attraktive 42-jährige Brünette eine aufmerksamkeitsstarke Beauty-Fusion mit der 1936 in Düsseldorf gegründeten Traditionsmarke MARBERT, die bereits in Kindertagen willkommener Dauergast im elterlichen Badezimmer war.

 

Frau Schwarz, nach intensiver dreimonatiger Testphase der neuen Range Lift4AgeProtection entschieden Sie sich für eine langfristige Markenkooperation mit MARBERT, warum?

 

Jessica Schwarz: Lift4AgeProtection entspricht genau meinem oftmals hektischen Lebensstil. Viele Reisen, intensive Make-up-Shootings und lange Masken-Sessions – meine normal empfindliche, nicht allergische Haut ist häufig im Dauerstress und benötigt sichtbare Quickeffekte. Daneben haben mich die moderne Rezeptur, der gelungene Imagewandel bei gleichbleibend moderatem Preis-Leistungs-Verhältnis und der authentische regionale Markenbezug made in Germany überzeugt. Die Marke ist mir aus meiner Kindheit bestens vertraut. Schon meine Mutter verwendete gern MARBERT Profutura.

 

Was ist das Besondere an der vierteiligen Anti-Age-Linie?

 

Jessica Schwarz: Mein absolutes Lieblingsprodukt ist das faltenglättende Serum Lifting Booster – gern in Kombination mit einer Rosenquarz-Roller-Massage, wenn es die Zeit zulässt. Ab 40+ braucht die Haut schon eine anspruchsvolle Extraportion Lifting-Pflege. In der Serie sind verkapseltes Hyaluron, Vitamin B3 und der Trendwirkstoff SYN®-AKE enthalten. Ein synthetischer Schlangen-Peptid-Komplex aus den Schweizer Pharmalaboratorien von Pentapharm sorgt für muskelentspannende Botox-like-Effekte selbst bei ausgeprägten Expressionsfalten. Zudem liebe ich die Farbe Lila, mein cooler Optik-Favorit!

 

Anders als bei großen internationalen und auch heimischen Mitbewerbern wurde bei der MARBERT Foto-Kampagne nicht künstlich nachretuschiert. Ist das richtig?

 

Jessica Schwarz: Ja, für uns war die natürliche und unverfälschte Produktpräsentation wichtig. Ich stehe zu meinen kleinen Lachfältchen und möchte die ganz normale Kundin meiner Zielgruppe ansprechen. Botox beim Beauty-Doc ist für mich jetzt kein Thema, aber wer weiß – vielleicht später?

 

Frau Schwarz, Sie sind heute Nichtraucherin und bekennender Intervallfasten-Fan. Auf Ihrem Speiseplan stehen aber auch schon mal Pommes Rot-Weiß oder Pizza. Was tun Sie für eine sportlich-knackige Figur?

 

Jessica Schwarz: Ich praktiziere regelmäßig Workout wie Pilates, Yoga, daneben Schwimmen und Reiten. Die Reiterhofbesuche haben mir auch in schwierigen privaten Zeiten als Quelle der Freude geholfen. Beim Reitsport spürt man die perfekte Verbindung von Mensch, Tier und Natur. Und, ja – wahre Schönheit kommt für mich von innen. Natürlicher Glow ist nicht käuflich!

 

Frau Schwarz, wir bedanken uns herzlich für das Beauty-Interview!

0 Kommentare

Hautpflege in den Wechseljahren

© Astrid Lang, Apothekerin und Gründerin der deutschen Apothekenmarke Juka d'Or
© Astrid Lang, Apothekerin und Gründerin der deutschen Apothekenmarke Juka d'Or

EXPERTENFORUM

Hitzewallungen, spontane Schweißausbrüche, innere Unruhezustände, dazu vermehrte Hauttrockenheit und ausgeprägte Mimikfalten - der Eintritt in das Klimakterium ist beileibe kein Zuckerschlecken! Was Frauen 45+ in der Menopause für ein ausgeglichenes Hautbild in Re-Balance berücksichtigen sollten, verrät Fachfrau Astrid Lang, Apothekerin und Markengründerin von Juka d'Or. 

Hormone beeinflussen uns ja ein ganzes Leben, aber gerade in den Umbruchphasen – Pubertät, Schwangerschaft und Stillzeit oder eben auch den Wechseljahren – spüren wir ihren Einfluss besonders. Neben Themen wie Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen, die die Frauen in die Apotheke führen, sind es oft auch Hautprobleme, bei denen diese den Rat der erfahrenen Apothekerin schätzen.

 

Frau Lang, was stört Frauen am meisten? Die Falten?

 

Astrid Lang: Ich würde sagen, die Falten stören weniger. Klar, die Haut neigt zunehmend dazu zu knittern und die Abdrücke des Kopfkissens verschwinden am Morgen langsamer als früher. Denn die Haut verliert an Elastizität und Spannkraft, an Volumen und Festigkeit. Aber viel häufiger höre ich, dass Frauen der Konturverlust und der fehlende „Glow“ stört.

 

Und woran liegt das?

 

Astrid Lang: Fehlender „Glow“ bedeutet einfach, dass das innere Strahlen der Haut fehlt. Ab 45 Jahren sinkt unser Jugendlichkeitshormon DHEA um bis zu 90 Prozent. Dieses Hormon dient unter anderem dazu, die hauteigene Hyaluronproduktion anzuregen. Hyaluron bindet Wasser und sorgt auch für das jugendlich-pralle Leuchten der Haut. Hier gilt es dann, durch die Hautpflege diesen Verlust auszugleichen.

 

Zurück zu den Falten. Was sind die Alternativen? Stehen lassen oder doch zur Spritze, sprich Botox, greifen? In Deutschland wurden 2016 rund 187.000 Botox-Behandlungen durchgeführt (Statista 2017). Sind solche Eingriffe wirklich nötig?

 

Astrid Lang: Da will ich kein moralisches Urteil fällen, das muss jede Frau für sich entscheiden. Mit Botox werden die behandelten Muskelpartien komplett gelähmt, die Mimik kann darunter oft stark leiden. Bio-Botox dagegen greift zwar an denselben Rezeptoren an, reduziert aber nur die Aktivität des Muskels, ohne ihn komplett zu lähmen. So bleibt die Mimik erhalten und man erzielt ein frisches, jugendliches Aussehen der Haut ganz ohne Maskeneffekt. Wir kombinieren in unseren hypoallergenen Juka d'Or-Produkten das Bio-Peptid Argireline und Parakresse, die beide als Bio-Botox bekannt sind. Sie hemmen die Mikroanspannungen der Haut und können so ihre Faltentiefe reduzieren.

 

Ähnlich wie in der Pubertät ist ja oft unreine Haut wieder ein Thema. 

 

Astrid Lang: Ja, auch das passiert tatsächlich oft. Die Haut ist aus der Balance – was ja auch nicht weiter verwundert, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die Haut unser größtes Organ ist. Es ist also naheliegend, dass auch die Haut aus dem Gleichgewicht gerät, wenn Schlafstörungen oder Stimmungsschwankungen auftreten.

 

Welche allgemeinen Tipps haben Sie noch für Frauen in den Wechseljahren?

 

Astrid Lang: Entscheidend ist vor allem die richtige Anwendung. Frauen in den Wechseljahren müssen noch konsequenter daran denken, ihre Gesichtshaut regelmäßig einzucremen: morgens, um sie den ganzen Tag vor äußeren Einflüssen zu schützen, und abends, um sie am Abend zu beruhigen und mit Nährstoffen zu versorgen. Wer bisher noch kein Serum verwendet hat, dem würde ich empfehlen, es nun in die Pflegeroutine zu integrieren. Seren enthalten bis zu dreimal so viele Wirkstoffe wie Cremes und können, dank besonders kleiner Moleküle, besser in die Haut eindringen. Am besten wird das Serum nach der Reinigung aufgetragen und anschließend die Tages- oder Nachtpflege. Das heißt aber nicht, dass man jetzt zig Produkte im Badezimmer haben muss und entsprechend viel investiert. Wir haben zum Beispiel bei unserer Dermokosmetik-Linie darauf geachtet, dass die Produkte multifunktional sind und dass Serum und Creme auch als Augenpflege verwendet werden können.

 

Dass Produkte vielseitig einsetzbar sind, finde ich auch deshalb so wichtig, weil Frauen in den Wechseljahren ja heutzutage „in den besten Jahren“ sind, beruflich oft auf der Höhe ihrer Karriere und viel unterwegs. Da finde ich eine unkomplizierte, verlässliche Pflege extrem wichtig, die auch dann funktioniert, wenn man viel reist und die Haut zusätzlich belastet wird. So ist es schon sehr praktisch, wenn die Reinigungsmilch auch mal ausnahmsweise als Bodylotion benutzt werden kann und die Gesichtscreme für Tag, Nacht und die Augenpartie gleichzeitig.

 

Das heißt, ein bisschen gilt schon: Mehr ist mehr?

 

Astrid Lang: Bei der Pflegeroutine: ja. Wie gesagt, Seren sollten ein Bestandteil der Pflege sein. Auch Handcremes kann man gerne mal dick auftragen und über Nacht einwirken lassen. Und auch das leider brüchiger werdende Haar braucht jetzt zweimal pro Woche eine Pflegekur. Nicht aber bei den Inhaltsstoffen. Da würde ich dazu raten, auf eine Pflege zu achten, die eine nicht allzu lange INCI-Liste aufweist. Die Zeiten, in denen man alle möglichen Cremes und Lotionen ausprobieren konnte, sind vorbei. Denn Inhaltsstoff-Experimente nimmt die Haut jetzt viel eher übel. Was ihr guttut, ist eine reichhaltigere, vitamin- und fettsäureangereicherte Basispflege, die den Fett- und Feuchtigkeitsverlust ausgleicht, die Schutzbarriere stärkt und keine Reizstoffe enthält. Ideal sind parfümfreie und dermatologisch getestete Gesichts- und Körpercremes mit Inhaltsstoffen wie Kollagen, Oligopeptiden und Hyaluron, daneben entzündungshemmende Pflanzenaktivstoffe wie Bisabolol, Calendula oder Weihrauch. Reinigungsprodukte sollten alkoholfrei sein, sonst trocknen sie zusätzlich aus.

 

Bei den Inhaltsstoffen heißt es: Weniger ist mehr! 

 

Astrid Lang: Außerdem gilt für jedes Alter: Wir haben nur eine Haut, seien wir also gut zu ihr! Das Beste, was wir unserer Haut antun können, ist der Verzicht auf allergene synthetische und petrochemische Zusätze wie Parfum, künstliche Farb- und Duftstoffe, PEGs, Silikon, Mineralöl oder Parabene. Zudem sollten auch immer Inhaltsstoffe verwendet werden, die die Haut optimal verwerten kann. Ein trockener Hauttyp beispielsweise profitiert deutlich mehr von pflegenden, rückfettenden Inhaltsstoffen wie Olivenöl oder Sheabutter als von unnötigen Mineralölen. Diese meist als Paraffine bezeichneten Öle sind ein Abbauprodukt aus der Erdölindustrie und müssten heute in wirklich keinem Pflegeprodukt mehr enthalten sein! Leider sieht die Kosmetikrealität oft noch anders aus.

 

Quellenverweis: Das Experteninterview führte k.u.k. kommunikation.

 

Die hochwertige Juka d'Or-Dermokosmetik ist bundesweit in Apotheken und online unter: www.juka-cosmetic.de erhältlich.   

0 Kommentare

VIP-Shooting im Hamburger Beauty Spa HautKultur

© HautKultur/ Foto Lars Krux - Hamburger Top-Wohlfühladresse in Sachen Schönheit rund um Inhaberin Soraya Hajibigli und ihr Kosmetikteam
© HautKultur/ Foto Lars Krux - Hamburger Top-Wohlfühladresse in Sachen Schönheit rund um Inhaberin Soraya Hajibigli und ihr Kosmetikteam

EXPERTENFORUM

Schauspielerin Yasmina Filali und Model Marie Amière sind begeisterte Kunden des Beauty Hotspots HautKultur im schicken Hamburger Stadtteil Rotherbaum. Im Interview mit Flötgen BEAUTY & LIFESTYLE PR verraten die zwei prominenten Nordlichter, was sie am trendigen Hollywood-Treatment HydraFacial und dem holistisch ausgerichteten BEWEI Body Concept schätzen.

Für euch beide ist HautKultur schon viele Jahre ein Ort, den ihr sehr gern besucht, richtig?

 

Marie Amière: Als Model und gesundheitsbewusster Mensch achte ich sehr auf meinen Körper. Bei HautKultur kann ich entspannen. Die BEWEI Body & Face und HydraFacial Behandlungen sind mein kleines Beauty-Secret.

 

Yasmina Filali: Inhaberin Soraya Hajibigli und ihr Team haben einen ganz besonderen Flecken Erde geschaffen. Jeder Besuch ist wie ein Kurzurlaub. Das Fachwissen und die Treatments können sich mit den besten Beauty-Hotspots der Welt messen.

 

Wir durften während eurer Treatments dabei sein, was ist das Besondere an HydraFacial?

 

Marie Amière: Super Glow & frisches Aussehen. Perfekt für mich vor einem wichtigen Event.

 

Yasmina Filali: Es ist eines der Treatments von denen man lange etwas hat. Auch nach zwei Wochen sehe ich frisch und entspannt aus.

 

Und bei BEWEI Body?

 

Marie Amière: Man ist total entspannt, allein schon, weil man für 45 Minuten das Handy ausschalten muss. Natürlich funktioniert es nur optimal, wenn man die Ernährung gut einhält. Aber ich sage immer: BEWEI Body ist SCHLANK im Schlaf!

 

Yasmina Filali: Mir hat BEWEI vor allem bei meinen Allergien geholfen. Ich muss deutlich weniger und seltener Medikamente nehmen.

 

Ihr umgebt Euch täglich mit "Schönheit" - was macht sie aus?

 

Marie Amière: Jeder kennt das Sprichwort "Wahre Schönheit kommt von innen." Wir müssen uns in unserer Haut wohlfühlen und dann strahlen wir das auch aus. Dazu gehören für mich ganz klar Body-Treatments aus Expertenhand. Aber auch 2-3 Liter Wasser am Tag und eine ausgewogene Ernährung.

 

Yasmina Filali: Schönheit ist sicher nichts, was man mit Make-up oder Kleidung erreicht, sondern eher eine Geisteshaltung. Man sollte einfach entscheiden: So ich bin jetzt schön, egal was das gängige Schönheitsideal ist oder wie das Model auf dem Cover eines Beauty-Magazins aussieht.

 

Quellenverweis: Das Interview führte Flötgen BEAUTY & LIFESTYLE PR.

 

Im Behandlungsfokus: die Geräte-Innovationen HydraFacial und BEWEI Body Concept

 

Die HydraFacial-Behandung ist völlig schmerzfrei und non-invasiv – im Gegenteil: Man spürt förmlich, dass man sich und seiner Haut etwas Gutes getan hat. Für den US-amerikanischen Schauspiel-Star und Oscar-Gewinner Matthew McConaughey ist das HydraFacial sogar „Sex für die Haut“. Sie fühlt sich frisch und prall an, so dass man direkt im Anschluss wieder unter Menschen gehen kann, ohne sich über das Aussehen Gedanken machen zu müssen. Aber was ist jetzt das Geheimnis von HydraFacial?

 

Die spezialisierte Gesichtsmethode aus bis zu neun komplexen Behandlungsschritten kombiniert die Hautabtragung (Abrasion), Tiefenausreinigung und Dermalinfusion (Einschleusung) von Antioxidantien, Vitaminen und Hyaluron sowie hochintensiven Wirkstoffampullen. Ergänzt wird das multifunktionale Hightech-Treatment durch eine Lymphdrainage und mehrfarbiges Kaltlicht mittels LED-Lichttherapie in genau dosierten Wellenlängen. Da alles harmonisch aufeinander abgestimmt ist, erzielt man erstaunliche restrukturierte und langfristig hydratisierte Hautergebnisse in kürzester Zeit - je nach Behandlungsvariante in 45 bis 75 Minuten.

 

Das innovative BEWEI Body Concept mittels Radiofrequenztherapie steigert auf einzigartige Weise das persönliche Wohlbefinden, verleiht der Haut neue Spannkraft und verhilft mit seiner ganzheitlichen Wirkung zu einer attraktiveren und vor allem schlankeren Figur – und das für Frauen und Männer!

 

Bei der Behandlungsmethodik, die ursprünglich für die medizinische Therapie von Arthrose entwickelt wurde, kommen die Zellmembranen der Fettzellen in sämtlichen Arealen des Körpers durch elektromagnetische Wellen (Radiowellen) in Schwingung. Es entsteht der sogenannte Kavitationseffekt. Kavitation bedeutet, dass die in Resonanz befindlichen Fettzellen wechselnden Druckverhältnissen ausgesetzt werden und es anschließend zu einer Art Pumpeffekt kommt. Die gespeicherten Lipide, Schlackenstoffe oder auch Giftstoffe können so leichter aus der Zelle und dem Bindegewebe freigesetzt werden.

 

Neben der aktiven Gewichtsreduktion, der Minderung von Cellulite, wirkt diese spezielle Körpermethode einer Detox-Behandlung zudem hochgradig entgiftend und strafft die Haut wie eine professionelle Anti Aging-Behandlung – und das zu 100 Prozent auf natürliche Art und Weise. Da ausschließlich die körpereigenen Prozesse reaktiviert und in Gang gesetzt werden, wirkt sich die Behandlung zudem sehr positiv auf die Gesundheit, die Vitalität und vor allem auf das allgemeine Wohlgefühl aus.

 

Weiterführende Informationen, Buchung und Kontakt:

 

HautKultur, Mittelweg 30, D-20148 Hamburg, Tel: +49 (0) 40-44 50 60 44, E-Mail: kontakt@hautkultur.de, terminanfrage@hautkultur.de, www.hautkultur.de

0 Kommentare

REVIDERMS Wirkstofftrends 2019: Von Healthy Aging bis Medical Beauty

Schöner, jünger und gesünder? - die © REVIDERM-Megatrends aus Bioscience, Pharmaforschung und Medizintechnik
Schöner, jünger und gesünder? - die © REVIDERM-Megatrends aus Bioscience, Pharmaforschung und Medizintechnik

EXPERTENFORUM

Der Hightech-Kosmetikmarkt boomt und hat auch 2019 eine Fülle an zukunftsfähigen Innovationen im Gepäck. Dr. Sabine Gütt, REVIDERM-Fachexpertin und Kosmetologin, eröffnet einen Ausblick auf vier neue Konzepte und Megatrends im globalen Beauty Biz.

Im vergangenen Jahr gab es im Kosmetikbereich nicht nur etliche Innovationen, sondern auch viele umwälzende Veränderungen in Sachen Wirkstoff. Den auf internationalen Rohstoffmessen in Europa, Nordamerika und Asien vorgestellten Neuheiten sowie führenden Trendanalysten zufolge werden sich immer mehr „Healthy Aging“-Konzepte etablieren. Die Schutzstoffe gegen schädliche Umwelteinflüsse, oftmals mit spezifizierten „Protection“-Claims gekennzeichnet, sollen in Zukunft zum neuen Megatrend werden. Aber auch andere Wirkstoffneuheiten sind im Jahr 2019 auf dem Vormarsch und haben sogar das Potenzial, manche Evergreens vollständig abzulösen.

 

Trend 1: Healthy Aging

 

Bei „Healthy Aging“-Konzepten nutzt man Wirkstoffe zum Schutz vor Strahlenemission, Feinstaub sowie sonstiger Umweltverschmutzung. Aber auch Strategien zum Erhalt der natürlichen Hautflora sowie zur „Entgiftung“ der Haut zählen dazu. Dominiert wird die Rubrik aktuell von Wirkstoffen gegen Blue Light Emission, wenngleich die Forschung um schädliche Auswirkungen hier noch am Anfang steht. Blaues Licht mit einer Wellenlänge zwischen 380 bis 500 nm ist der natürliche Teil des Sonnenlichts. Durch die zunehmende Verwendung von Laptops, PCs, Smartphones, Fernsehgeräten, Neonröhren und LEDs erhöht sich der oxidative Stresslevel der Haut, die Entstehung von Hyperpigmentierungen wird begünstigt, insbesondere bei dunklen Fototypen, und der Abbau des Hautgewebes vorangetrieben. Kosmetische Wirkstoffe für „Blue Light Protection“, wie zum Beispiel Eisenoxide oder Schmetterlingsflieder, verfolgen daher das Ziel, auf die Haut auftreffendes Licht zu reflektieren, zu absorbieren oder die im Übermaß vorhandenen freien Radikalen zu neutralisieren.

 

Trend 2: De-Stress

 

Sogenannte De-Stress-Konzepte boomen gerade auf allen Kontinenten und richten sich gezielt an Menschen mit hektischem Lebensstil. Ob Eile in der Arbeit, Überaktivität in der Freizeit oder das Phänomen der „hyper-connected world“, das einem vermeintlich vorgaukelt, ständig präsent und online sein zu müssen: Stressfaktoren werden für die Haut immer häufiger zum Problem, unabhängig von Alter, Herkunft oder sozialem Hintergrund. Wirkstoffe, die die Haut wieder in Balance bringen sollen, stehen daher gerade ganz hoch im Kurs. Dabei werden Klassiker zur Hautberuhigung (zum Beispiel Aloe Vera, Kamille) von Wirkstoffen abgelöst, die neurokosmetisch wirksam sind und mancherorts als „Good Feeling Ingrediens“ bezeichnet werden (wie beispielsweise Palmitoyl Tripeptide-8 oder Acetyl Tetrapeptide). Unter neuroaktiven Stoffen oder Neurokosmetika versteht man Substanzen, die eine Modulation von Neurotransmittern erwirken und die Toleranzschwelle der Haut erhöhen. Wohlgefühl und Hautkomfort werden gesteigert, unangenehme Empfindungen minimiert.

 

Trend 3: Customized Beauty

 

Ein weiterer wichtiger Trend sind personalisierte, maßgeschneiderte Wirkstoffkonzepte. Hierbei stehen die individuell unterschiedlichen Hautbedürfnisse des Einzelnen im Vordergrund. Glaubt man den Prognosen, wird dieser Trend durch digitale und technologische Innovationen auch noch weiter vorangetrieben. Bestes Beispiel sind bereits jetzt Apps („connected consumer“) oder Analyzer, die durch Messung der Haarqualität, des Feuchtigkeitsgehalts und der natürlichen Farbe das optimale Haarfärbemittel mitsamt Anschlusspflege bestimmen. Aber auch Make-ups und Parfums lassen sich der Einzigartigkeit des Einzelnen anpassen - auch „Perfect Fit“ genannt. Ziel ist es, die Abfolge kosmetischer Produkte perfekt auf die Konsumenten anzupassen. Zukünftig werden noch weitere solcher Konzepte unter Berücksichtigung des individuellen spezifischen Hautzustands sowie der Zugehörigkeit zu einer bestimmten ethnischen Gruppe erwartet.

 

Trend 4: Medical Beauty & Skin Rejuvenation

 

Im Segment Dermokosmetik erleben evidenzbasierende Wirkstoffe, vor allem Evergreens wie Vitamin A und C, gerade eine absolute Renaissance. Der große Unterschied: Um eine bessere Abgabe an und gezielterer Penetration in die Haut zu ermöglichen und um die enthaltenen Vitamine stabiler zu halten, werden die Molekülstrukturen und -systeme zur Verkapselung optimiert. Auf diese Weise lassen sich bisherige Probleme aus dem Weg räumen. Bestes Beispiel: Retinol, das die Haut lichtsensibel macht und daher während des Anwendungszeitraums einen hohen Lichtschutz erfordert. Außerdem kann Retinol stark hautirritierend wirken, sofern es nicht bereits aufgrund von Hitze oder Sonnenlicht an Wirksamkeit verloren hat. Eine moderne Alternative bieten u. a. Polymer-Mikrokapseln, die das Retinol einschließen, stabil halten und erst durch mechanischen Druck beim Auftragen auf die Haut freisetzen.

 

Quellenverweis: © REVIDERM/ ROUGE Public Relations

0 Kommentare

Gesunderhaltung im Alter

© Dr. Gabriele Becker, Dipl.-Gerontologin an der Universität Heidelberg
© Dr. Gabriele Becker, Dipl.-Gerontologin an der Universität Heidelberg

EXPERTENFORUM

Experten-Interview zum Thema mit Dr. med. Gabriele Becker, Dipl.-Gerontologin am Institut für Gerontologie an der Ruprecht-Karls-Universität in Heidelberg

Wie hoch ist unter den derzeitigen Bedingungen die durchschnittliche Lebenserwartung?

 

Dr. med. Gabriele Becker: Die durchschnittliche Lebenserwartung bei Geburt beträgt nach den Zahlen von 2010 für Männer ca. 78 Jahre, für Frauen ca. 82 Jahre. Die Ursache für den Anstieg der Lebenserwartung lag bis Mitte der 60er Jahre in einer erfolgreichen Bekämpfung der Kindersterblichkeit bzw. von Infektionskrankheiten. Danach sorgte vor allem der Zugewinn an Jahren bei den höheren Altersgruppen über 60 Jahren für einen stetigen Anstieg der Lebenserwartung. Hauptgrund ist hier der Rückgang der Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Einen hohen Zugewinn findet man besonders unter Hochaltrigen (80+). Wurde bereits ein Alter von 80 Jahren erreicht, beträgt die fernere Lebenserwartung in den westlichen Ländern bei Männern bis zu 8½ Jahre, bei Frauen bis zu 11 Jahre. Hier schneidet Deutschland vergleichsweise schlecht ab: Als Ursache werden weniger positive Entwicklungen in Prävention und Gesundheitsversorgung hierzulande als in erfolgreicheren Ländern wie Japan, USA und Frankreich diskutiert.

 

Warum haben Frauen eine höhere Lebenserwartung als Männer?

 

Dr. med. Gabriele Becker: Dies hat seine Ursachen sowohl in biologischen als auch in psychosozialen Gründen. Frauen haben ein geringeres Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Infektionskrankheiten zu sterben. Hier spielt der Schutz durch das Östrogen eine wichtige Rolle, zumindest bis zur Menopause. Das zweite x-Chromosom scheint ein genetischer Vorteil zu sein. Frauen sind bei der Gesundheitsvorsorge gewissenhafter. Bei Männern führt ein riskanterer Lebensstil zu einer höheren Sterblichkeit. Der Gebrauch von Alkohol, Nikotin und anderen Suchtmitteln ist höher, es gibt bei Männern ein höheres Risiko tödlicher Unfälle. In den letzten Jahren konnte eine Annäherung der Lebenserwartung von Frauen und Männern beobachtet werden. Frauen gefährden ihr bislang geringeres Risiko durch einen erhöhten Tabakkonsum und die damit verbundene steigende Sterblichkeit an Lungenerkrankungen.

 

Mit welchen körperlichen Beeinträchtigungen müssen wir im Alter rechnen?

 

Dr. med. Gabriele Becker: Als Folge der steigenden Prävalenz chronisch degenerativer Erkrankungen steigt auch das Risiko funktioneller Beeinträchtigungen. Im Alter muss mit Einschränkungen in der Mobilität, sowohl inner- als auch außerhäuslich, gerechnet werden. Die Selbstversorgung kann betroffen sein, darunter fallen Körperpflege, Toilettengang, An- und Auskleiden. Sensorische Einschränkungen wie Schwerhörigkeit und Sehbehinderung sind im Alter sehr häufig. In den letzten Jahrzehnten ist das Eintrittsalter von körperlichen Einschränkungen oder von Pflegebedürftigkeit immer weiter angestiegen. Mit der höheren Lebenserwartung sind sowohl mehr behinderungsfreie Lebensjahre als auch mehr Jahre mit körperlichen Einschränkungen verbunden.

 

Gibt es Krankheiten, für die Frauen im Alter anfälliger sind als Männer?

 

Dr. med. Gabriele Becker: Bei Frauen über 65 Jahren wird eine höhere Multimorbidität als bei Männern beobachtet (16,4 % vs. 8,9 %). Frauen haben ein deutlich höheres Pflegerisiko als Männer, ihr Pflegebedarf wächst im Alter deutlich schneller als bei Männern. Vergleicht man die Todesursachenstatistik, wird deutlich, dass Frauen fast doppelt so häufig an Herzinsuffizienz versterben als Männer (7,9 % vs. 4,6 %). Unter den Diagnosen nach Krankenhausaufenthalt sind bei Frauen Erkrankungen des Muskuloskeletalsystems häufiger (insbesondere Schenkelhalsfrakturen und Arthrosen). Bei der Demenz ist das Erkrankungsrisiko höher als bei Männern. Dies ist vor allem auch eine Folge davon, dass Frauen eine höhere Lebenserwartung haben als Männer und dabei chronisch degenerative Erkrankungen, die nicht unmittelbar letal sind, an Bedeutung gewinnen.

 

Gibt es Krankheiten, für die Männer im Alter anfälliger sind als Frauen?

 

Dr. med. Gabriele Becker: Während die chronische ischämische Herzkrankheit bei Männern und Frauen gleich häufige Todesursache ist (9,7 % vs. 9,5 %), versterben Männer deutlich häufiger an Herzinfarkten. Ca. 3½ mal so häufig als bei Frauen führt eine bösartige Neubildung der Bronchien und der Lunge bei Männern zum Tode (6,9 vs. 1,9 %), bei der chronisch obstruktiven Lungenkrankheit ist der Anteil bei Männern gegenüber Frauen ebenfalls deutlich erhöht (4,1 % vs. 2,5 %).

 

Weshalb sind Infekte im hohen Alter gefährlicher?

 

Dr. med. Gabriele Becker: Infekte im hohen Alter, es handelt sich meist um Pneumonien, akute Formen chronischer Bronchitiden und Harnwegsinfekte, sind aus vielen Gründen gefährlicher als im mittleren Lebensalter. Die Infektionsanfälligkeit ist im Alter erhöht, da die Immunabwehr geringer wird. Die Diagnostik und das so wichtige schnelle therapeutische Eingreifen sind wegen atypischer Symptompräsentation erschwert. Infektionen sind im hohen Alter schwerer zu therapieren: Die Auswahl geeigneter Antibiotika ist eingegrenzt durch ein verändertes Keimspektrum (vermehrt auftretende multiresistente Keime) und durch die im Lauf des Lebens erworbenen Antibiotikaallergien. Die therapeutischen Möglichkeiten sind häufig eingeschränkt durch die alterstypische Multimedikation und Wechselwirkungen mit Dauertherapien. Infektionen verlaufen aber auch deshalb schwerer, weil die Kreislauf- und Stoffwechselsituation beim alten Menschen fragiler ist und der Organismus weniger gut in der Lage ist, Belastungen zu kompensieren.

 

Gibt es typische „Alterskrankheiten“?

 

Dr. med. Gabriele Becker: Die Krankheitssituation im Alter ist durch zwei Charakteristika gekennzeichnet: eine erhöhte Prävalenz chronisch degenerativer Erkrankungen und Multimorbidität, das Auftreten mehrerer Erkrankungen gleichzeitig. Die wichtigsten pathologischen Entwicklungen, durch die die Gesundheit des älteren Menschen geprägt wird, sind Arteriosklerose, Osteoporose und Arthrosen. Dazu kommen noch die mit dem Alter häufig verbundenen kognitiven Einschränkungen. Typische Krankheiten für ein höheres Alter sind deshalb Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, muskuloskeletale Erkrankungen und Demenz. Bei vielen dieser Erkrankungen steigt das Erkrankungsrisiko exponentiell mit dem Alter an.

 

Welche Vorsorgeuntersuchungen sind ab welchem Alter nötig?

 

Dr. med. Gabriele Becker: Die wichtigsten Risikofaktoren für kardiovaskuläre Erkrankungen sollten regelmäßig im Rahmen eines Gesundheitschecks durch den Arzt kontrolliert und gegebenenfalls therapiert werden: Blutdruck, Blutfette, Blutzucker, Körpergewicht. Der Gesundheitscheck sollte ab 35 Jahren mindestens alle zwei Jahre durchgeführt werden. Die Krebsfrüherkennung ist ein Angebot der Krankenkassen, das je nach Krebsart ab einem bestimmten Alter beansprucht werden kann. Bereits ab dem Alter von 20 Jahren wird beispielsweise Frauen die Krebsfrüherkennung von Gebärmutterhalskrebs empfohlen, ab 30 Jahren beginnt die Krebsfrüherkennung von Brustkrebs. Bei Männern sollte ab 45 Jahren die Krebsfrüherkennung von Prostatakrebs beginnen. Hautuntersuchungen sind ab 35 Jahren empfohlen, ab dem Alter von 50 Jahren sollte die Früherkennung von Darmkrebs regelmäßig erfolgen. Zahnmedizinische Vorsorgeuntersuchungen sind altersunabhängig zweimal im Jahr zu empfehlen. Auch die Impfprophylaxe gehört zur Gesundheitsvorsorge: Alle zehn Jahre Auffrischung gegen Diphtherie, Tetanus, neuerdings auch mit Keuchhusten-Impfstoff kombiniert. Personen ab 60 Jahren sollten jährlich die Grippeimpfung bekommen und eine Impfprophylaxe gegen Pneumokokken erhalten. Diese allgemeinen Empfehlungen müssen bei individuellen Gefährdungslagen entsprechend erweitert werden, zum Beispiel bei der familiären Häufung bestimmter Krebsarten oder speziellen beruflichen Expositionsrisiken.

 

Was kann ich selbst tun, um im Alter gesund und fit zu sein?

 

Dr. med. Gabriele Becker: Für die Erhaltung von Gesundheit und Fitness wird eine Kombination aus gesunder, mediterran orientierter Ernährung, Vermeidung von Übergewicht, regelmäßiger Bewegung, ausreichendem Schlaf, regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und Gesundheitsprophylaxe, moderatem Alkoholgenuss, Rauchverzicht und dem Vermeiden oder der gezielten Bewältigung von Stress empfohlen. Geistige Fitness bewahrt man nicht nur durch kognitives Training. Zur Demenzprophylaxe gehört auch ausreichende und regelmäßige körperliche Bewegung, eine gute Ernährung (wichtig sind Polyphenole, zum Beispiel in Obst und Gemüse), regelmäßiger Koffeingenuss und außerdem die Pflege sozialer Kontakte, die Anregung und Wohlbefinden vermitteln. Natürlich gehört auch zur Erhaltung der Gesundheit im Alter, selbstverantwortlich auf die körperliche und seelische Gesundheit zu achten und die Möglichkeiten der gesundheitlichen Versorgung zu nutzen.

 

Quellenverweis: Das Experteninterview führte medicalpress.de.

0 Kommentare

Was gehört in die Reiseapotheke?

© Erika Fink, Apothekerin und Referentin der Landesapothekerkammern
© Erika Fink, Apothekerin und Referentin der Landesapothekerkammern

EXPERTENFORUM

Experteninterview zum Thema Reiseapotheke mit Erika Fink, Apothekerin und Referentin in der bundesweiten Fort- und Weiterbildung in verschiedenen Landesapothekerkammern

Durchfall ist eine der häufigsten Erkrankungen auf Reisen. Wie kann ich sie vermeiden oder behandeln?

 

Erika Fink: Wir müssen unterscheiden zwischen einem infektiösen Durchfall, der durch sorgfältige Hygiene weitgehend vermieden werden kann, und einem Durchfall, der sich daraus ergibt, dass man ungewohnte Nahrungsmittel nicht verträgt. Infektionen vermeidet man durch Händewaschen, Essen von ausschließlich hitzebehandelten Nahrungsmitteln und Trinken von abgefüllten Getränken und nicht etwa Leitungswasser. Wenn trotzdem Durchfall eintritt, ist er meist mit einem desinfizierenden Durchfallmittel gut zu behandeln. Antibiotika können schlimmstenfalls erforderlich sein, das muss aber im Einzelfall entschieden werden. An die ungewohnte Nahrung gewöhnt man sich normalerweise innerhalb von zwei bis drei Tagen. Vorsichtshalber sollte man in den ersten Tagen etwas essen, das man schon kennt und dann mutiger werden.

 

Was sollte außer einem Mittel gegen Durchfall in einer guten Reiseapotheke zu finden sein?

 

Erika Fink: Auf jeden Fall die Arzneimittel, die man sowieso einnehmen muss. Darüber hinaus ein Schmerzmittel, das auch gegen Fieber hilft, ein Mittel, das gleichzeitig gegen Hautrötungen, Sonnenbrand, Insektenstiche und Allergien hilft, ein Haut- und Händedesinfektionsmittel, Sonnenschutz, eventuell ein Mittel zur Insektenabwehr, ein Mittel gegen Verstopfung, wenn man dazu neigt und Pflaster plus Mullverband. Das ist erst einmal die Grundausstattung. Für Spezialurlaube wie Taucher- oder Wanderurlaub muss diese Reiseapotheke noch entsprechend ergänzt werden.

 

Sollte die Reiseapotheke vor jeder Reise erneuert werden?

 

Erika Fink: Selbstverständlich. Die Arzneimittel haben ein Verfallsdatum. Das gilt allerdings nur für die nicht angebrochene Packung und für eine Aufbewahrung unter 25°C bis 30°C. Die Reiseapotheke ist also daheim zu überprüfen und angebrochene Produkte wie Cremes und Flüssigkeiten gegebenenfalls zu entsorgen. Tabletten, die einzeln versiegelt sind, müssen entsorgt werden, wenn die Temperatur von 25°C bis 30°C überschritten wurde. Für Kühlartikel gelten strengere Vorschriften. Das steht dann auf der Packung.

 

Welche Impfungen empfehlen Sie unabhängig vom Reiseziel?

 

Erika Fink: Gegen Tetanus, Diphterie, Masern und Hepatitis sollte jeder geimpft sein. Jüngere Personen haben in der Regel auch eine Impfung gegen Keuchhusten, Windpocken, HIB und Kinderlähmung, Mädchen auch gegen Gebärmutterhalskrebs. Wichtig ist auch die Impfung gegen die von Zecken übertragene Hirnhautentzündung, die jährliche Grippeimpfung und die Impfung von älteren Menschen gegen Lungenentzündung. Generell sind bei uns immer noch zu wenige Menschen mit einem vollständigen Impfschutz versehen. Wir müssen daran arbeiten, dass sich das ändert.

 

Quellenverweis: Das Fachinterview führte medicalpress.de.

0 Kommentare

Im Fokus: Akne und Hautunreinheiten

© Dr. med. Guido Siebenhaar, Hautarztpraxis Solingen
© Dr. med. Guido Siebenhaar, Hautarztpraxis Solingen

EXPERTENFORUM

Experteninterview zum Thema Akne mit Dr. med. Guido Siebenhaar, Dermatologe und Allergologe, Hautarztpraxis Solingen

Warum tritt Akne im Frühjahr massiver auf?

 

Dr. Guido Siebenhaar: Die Akne vulgaris tritt im Frühjahr nicht häufiger auf als in anderen Jahreszeiten. Hier geht es viel mehr um die sogenannte "Mallorca-Akne", welche mit Zunahme der UV-Strahlung durch die Sonne in Kombination mit fettreichen Cremes auftreten kann und in den Bereich der Sonnenallergien gehört. Im Rahmen der Akne vulgaris wirkt UV-Licht eher begünstigend auf die Haut ein - was aber nicht zum unkontrollierten Sonnenbaden auffordern soll!

 

Was ist der neueste Behandlungsstand?

 

Dr. Guido Siebenhaar: Die Behandlung der Akne wird heutzutage meist mit Kombinationspräparaten durchgeführt: beispielsweise Benzoylperoxid mit Lokalantibiotikum oder Retinoid. Es geht hierbei um eine Regulierung der Talgproduktion, die Haut soll in einem gewissen Rahmen bei der Indikation Akne ausgetrocknet werden. Die Lokalantibiotika sollen die Keimflora, welche die entzündlichen Prozesse der Pickel anschieben, vermindern. Auch Peelingbehandlungen (zum Beispiel Fruchtsäuren) führen durch leichte Abschilferung der obersten Hautschicht zu einem Öffnen der Poren und einer deutlichen Verminderung der Unreinheiten und Komedonen. Ebenso kann die Ernährung einen Einfluss auf die Akne haben: fettreiche Ernährung kann den Schweregrad deutlich negativ beeinflussen. Handelt es sich um eine schwerere Form der Akne, insbesondere mit Vernarbung oder eine besonders großflächige Ausbreitung, so kommt die Einnahme von Tabletten und Kapseln in Betracht, entweder mit Antibiotika oder Retinoiden, bei Frauen auch mit oralen Kontrazeptiva.

 

Topisch und/ oder operativ?

 

Dr. Guido Siebenhaar: Die Therapie der Akne sollte immer auch topisch erfolgen. Systemische Therapien (Medikamente) oder operative Eingriffe bleiben schweren Formen vorbehalten, beispielsweise beim Auftreten von Abszessen oder bei der Akne inversa, welche gerne die Leisten oder Axillen betrifft.

 

Wie behandeln Sie Akne bei Jugendlichen gegenüber Erwachsenen?

 

Dr. Guido Siebenhaar: Die Aknetherapie unterscheidet sich nicht zwischen Erwachsenen und Jugendlichen. Es kommt auf die Form, den Schweregrad und die Ausbreitung der Akne an, nach welchen sich die Therapie richtet. Medikamentöse Therapien müssen gut aufgeklärt werden, bevor sie eingesetzt werden - insbesondere wenn es sich um Retinoide handelt.

 

Gibt es neue wissenschaftliche Untersuchungen und Studien?

 

Dr. Guido Siebenhaar: Neuere wissenschaftliche Studien befassen sich mit dem Thema Akne und Ernährung, hier können Zusammenhänge insbesondere zu fetthaltiger Kost festgestellt werden. Ebenso befassen sich neuere Studien mit der Kombinationen topischer Therapien, wo als effektivste Form verschiedene Kombinationen aus den drei Wirkstoffen/ Wirkstoffklassen Benzoylperoxid, topische Retinoide und topische Antibiotika herausgestellt werden. Weiterhin gibt es Studien zur effektiven Behandlung verbliebener Aknenarben mittels fraktionierter Lasertherapie, die verbliebenen "Krater" können signifikant geglättet werden. Auch gibt es Therapieversuche mit einer aus der Rosazeatherapie stammenden, niedrigeren Doxyzyklindosierung, welche mitunter gute Ergebnisse zeigt.

 

Quellenverweis: Das Experteninterview führte beautypress.de/ Yupik PR.

0 Kommentare

Was tun bei Kopfhautschuppen?

© Dr. Siân Morris, Expertin head & shoulders-Forschung
© Dr. Siân Morris, Expertin head & shoulders-Forschung

EXPERTENFORUM

Fachinterview zum Thema Haarschuppen mit Dr. Siân Morris, wissenschaftliche Expertin head & shoulders-Forschung

Wie entstehen Schuppen?

 

Dr. Siân Morris: Die menschliche Haut erneuert sich ständig, im Durchschnitt dauert der Prozess einer kompletten Erneuerung vier Wochen, wobei die Haut kontinuierlich abgestorbene, mikroskopisch kleine Hautzellen an ihrer Oberfläche abstößt. Wird das Gleichgewicht der Haut gestört, kann sich dieser Prozess auf nur wenige Tage verkürzen, was dazu führt, dass die Zellen an der Oberfläche zu großen Verbänden verklumpen, die dann die sichtbaren Schuppenbilden. Besonders Juckreiz ist bei vielen Menschen eines der ersten Anzeichen für Schuppen und eine aus der Balance geratene Kopfhaut. Er ist ein natürlicher Schutzmechanismus und dient ursprünglich dazu, die Ursachen der Irritationen von der Hautoberfläche zu entfernen. Die Schlüsselrolle in diesem Prozess spielt der Botenstoff Histamin – er signalisiert dem Gehirn das Bedürfnis zu jucken, um damit auf Hautirritationen aufmerksam zu machen. Da jedoch bei Kopfhautproblemen wie Schuppen der Grund der Irritation nicht durch Kratzen entfernt werden kann, verschafft das Kratzen nur eine kurzzeitige Linderung.

 

Welche Ursachen gibt es?

 

Dr. Siân Morris: Die Ursachen von Kopfhautproblemen mit Schuppenbildung sind die Talgproduktion, der Pilz Malassezia globosa und die Reaktionen der Haut auf die Präsenz des Pilzes. Die Irritation der Kopfhaut kann durch andere externe Faktoren noch verstärkt werden. Zu diesen Faktoren gehören Stress, häufiger Wechsel der Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Diese Faktoren kommen besonders oft im Winter zusammen und daher werden vielfach die Probleme mit Schuppen in der kalten Jahreszeit vermehrt wahrgenommen.

 

Gibt es eine Personengruppe, die besonders anfällig ist?

 

Dr. Siân Morris: Rund 50 Prozent der Menschen werden mindestens einmal in ihrem Leben mit Kopfhautproblemen konfrontiert. Das Auftreten von Schuppen ist unabhängig vom Geschlecht, da sich die grundlegenden Faktoren, die Schuppen auslösen, bei Männern und Frauen nicht unterscheiden. Schuppen treten typischerweise zum ersten Mal in der Pubertät auf und sind ein chronisches Phänomen. Daher muss die Kopfhaut regelmäßig gepflegt und behandelt werden, damit die Symptome dauerhaft gelindert werden und die Kopfhaut in ihren Normalzustand zurückgebracht wird und auch verbleiben kann.

 

Was kann man gegen Schuppen tun?

 

Dr. Siân Morris: Um Juckreiz und Schuppen nachhaltig entgegenzuwirken, sollten Haar und Kopfhaut möglichst regelmäßig, ideal wäre täglich, mit head & shoulders gewaschen werden. Die regelmäßige Erneuerung des Hautschutzes durch den speziellen head & shoulders Wirkstoff ZPT(Zinkpyrithion) führt dazu, dass die Ursache und auch die Symptome der Schuppenbekämpft werden.

 

Kann man Schuppen vorbeugen?

 

Dr. Siân Morris: Um eine möglichst schnelle und auch langanhaltende Linderung der Kopfhautprobleme zu ermöglichen, wird die Formulierung von head & shoulders beständig optimiert. Der Wirkstoff ZPT wird effizient und gezielt in den oberflächennahen, talgreichen Anteil des Haartrichters, das sogenannte Infundibulum, gebracht. Denn der Hefepilz Malassezia globosa siedelt sich bevorzugt auch in den Poren der Kopfhaare an. Sie bieten ihm Schutz, um die Behandlungsversuche zu überdauern und die Kopfhaut rasch wieder zu besiedeln.

 

Welche Pflegeprodukte empfehlen Sie bei trockener Kopfhaut und Schuppen?

 

Dr. Siân Morris: Für eine substanzielle Veränderung der Kopfhaut ohne lästige Schuppen und Juckreiz sollte man generell auf schonende Pflegeprodukte setzen. Die head & shoulders Pflegevariante Milde Pflege bei juckender Kopfhaut mit Eukalyptus-Extrakt und verbesserter Formulierung wurde extra für eine sanfte, aber dennoch gründliche Reinigung entwickelt.

 

Gibt es besonders effektive Pflegeprodukte oder neue Behandlungsmöglichkeiten?

 

Dr. Siân Morris: Die bewährte HydraZinc-Formel befreit bereits ab der ersten Anwendung für bis zu 72 Stunden von Juckreiz und bewirkt bei regelmäßiger Verwendung sogar eine substanzielle Verbesserung des Kopfhautzustandes. Trockenheit und Spannungsgefühle werden vermindert und die Kopfhaut beruhigt. Die speziell optimierte ProClean-Technologie in den Shampoos ermöglicht eine verbesserte Reinigungswirkung des Haares und der Kopfhaut, während das Produkt auch einen um 63 Prozent höheren Pflegefaktor hat, der dabei hilft, gesundes und gut aussehendes Haar wiederzuerlangen.

 

Quellenverweis: Das Fachinterview führte beautypress.de.

0 Kommentare

Lebensmittelallergien auf dem Vormarsch

© Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier, Berlin
© Prof. Dr. med. Torsten Zuberbier, Berlin

EXPERTENFORUM

Experteninterview mit Prof. Dr. med. Dr. h.c. Torsten Zuberbier, Geschäftsführender Direktor der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie und Sprecher des Allergie-Centrums-Charité, Berlin

Fast jeder dritte Deutsche leidet mindestens einmal in seinem Leben unter einer gesteigerten Reaktion seines Immunsystems. Unter Kindern und Jugendlichen sind etwa doppelt so viele von einer Lebensmittelallergie betroffen als unter den Erwachsenen. Woran liegt das?

Prof. Dr. Torsten Zuberbier: Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass in der Europäischen Union ca. jeder dritte Bürger an einer Allergie allgemein leidet. Dies kann ein Heuschnupfen, allergisches Asthma, Neurodermitis oder auch eine Nahrungsmittelallergie sein.

Im Kindesalter treten häufig Nahrungsmittelallergien auf zum Beispiel Kuhmilch oder Hühnerei auf, vor allem wenn die Kinder an einer Neurodermitis leiden. Die jeweilige Kuhmilch- oder Hühnereiallergie verliert sich jedoch bei fast allen Kindern wieder, so dass sie im Erwachsenenalter kein Problem mehr darstellt.
 
Wie kann man eine Lebensmittelallergie von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit unterscheiden?

Prof. Dr. Torsten Zuberbier: Lebensmittelunverträglichkeiten lassen sich in verschiedene Gruppen unterteilen. Zum einen gibt es „immunologische Nahrungsmittelallergien“. Hierbei geht es um echte Nahrungsmittelallergien, bei denen vom Immunsystem Antikörper (Immunglobulin E) gebildet werden. Diese kann man mit einem Haut- oder Bluttest nachweisen. Eine echte allergische Reaktion kann einen lebensbedrohlichen Zustand darstellen. Zum anderen gibt es „nicht-immunologische Nahrungsmittelintoleranzen“, wie zum Beispiel die Histaminunverträglichkeit, oder Zusatzstoffintoleranz. Hierbei bildet der Körper keine Allergieantikörper, Haut- und Bluttests sind also nicht verlässlich. Jedoch können bei den „nicht-immunologischen Nahrungsmittelintoleranzen“ ganz ähnliche Symptome wie bei einer echten allergischen Reaktion auftreten.

Des Weiteren gibt es die „Funktionsstörungen im Darmtrakt“, die zu den Nahrungsmittelunverträglichkeiten gehören. Hierzu zählen die Laktoseintoleranz, bei der das spaltende Enzym Laktase nicht oder nicht mehr ausreichend vom Körper gebildet wird, und auch die Fruktosemalabsorption, der eine Transportstörung im Darm zugrunde liegt. Bei diesen Funktionsstörungen kommt es in erster Linie zu Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfällen.  
 
Erst kürzlich konnte herausgestellt werden, dass bestimmte Mikroorganismen in der Lage sind, den Übergang von allergieauslösenden Stoffen ins Blut durch eine verringerte Durchlässigkeit der Darmschleimhaut zu hemmen. Welche Chancen sehen Sie in diesem Forschungsergebnis?


Prof. Dr. Torsten Zuberbier: Die derzeitig einzige verlässliche Therapieoption der Nahrungsmittelallergie stellt der strikte Verzicht auf den Auslöser dar. Daher ist es auch so wichtig, den genauen Auslöser zu kennen, damit unnötig einschränkende Diäten vermieden werden können. Mit diesem Wissen stellt der genannte Therapieansatz natürlich eine sehr interessante Alternative dar. Jedoch gibt es zu diesem Thema noch sehr viele offene Fragen und einen hohen Forschungsbedarf, um allgemein gültige Empfehlungen geben zu können.

 

Quellenverweis: Das Experteninterview führte medicalpress.de

0 Kommentare
Blogarchiv Magazin just me & beauty