Ballistic Therapy Fragrances 9 mm – Ein Schuss ins Schwarze

© Ballistic Therapy Fragrances 9 mm mit Schießpulver, schwarzer Orchidee und ISO-E-Super-Lockstoff
© Ballistic Therapy Fragrances 9 mm mit Schießpulver, schwarzer Orchidee und ISO-E-Super-Lockstoff

 

PARFÜM-TRENDS

Das junge Berliner Luxuslabel Ballistic Therapy, gegründet von Entrepreneur Jan Mihm und Mitgründer von uslu airlines, kämpft mit olfaktorischen Waffen zielballistisch um Stimmenfang. Aus der Schnapsidee von Parfüm-Revoluzzer Geza Schön entsprang mit der Kreation „9 mm“ ein gefährlich explosives wie eigenwillig konstruiertes Duftabenteuer für unerschrockene Alpha-Männer.

 

 

Sprengstoff als scharfe Duftwaffe

 

Der flüssige Explosivstoff „9 mm“ ist eine gewagte Ode an das Schwarzpulver. Dieses gilt als Erfindung der Chinesen im 11. Jahrhundert und gelangte mutmaßlich auf der Seidenstraße durch mongolische Reiterhorden über Arabien schließlich nach Europa. Aus der geschichtshistorischen Faszination für das schwarze Schießpulver entstand eine explosive alchemistische Mischung mit ungebändigter Durchschlagskraft. Das grenzensprengende Unisex-Duftelixier zeigt sich widerborstig als dysfunktionaler Außenseiter – so ganz als Vertreter der avantgardistischen Schön‘schen Independent-Parfümkunst.

 

Parabellum-Kettenschmuck und Schlüsselanhänger

 

Selbst das Flakon-Packaging bedient das kriegerische Schlüsselthema „Destroy to create“. Eine verkapselte 9 mm-Pistolenpatrone wird mit der geflochtenen Stoffkordel zum edgy Schlüsselanhänger oder exhibitionistischem „Harte-Kerle-Halsschmuck“. Die schlichte Form des gerundeten transparenten Glasflakons mutet wohl nicht von ungefähr an wie die Whiskey-Flaschen zu Zeiten des Wilden Westen in bester John Wayne-Schnellfeuer-Manier. Nur die fast wasserklare Farbe passt nicht ganz ins assoziative Stimmungsbild. Gutes wird bei aller waffenscheinpflichtigen Machtdominanz dennoch getan: 20 Prozent der Verkaufserlöse gehen an friedensfördernde Charity-Projekte.

 

Geza Schön selbst beschreibt seinen raubeinigen Gangster-Duft als „Al Capone-Familie“ und beschwört sodann augenzwinkernd den Reifevergleich mit einem Gorilla-Silberrücken. Dessen graue Alpha-Eminenz eröffnet kopflastig mit herben, zitrisch-würzigen Aromen von Bergamotte, Kardamom und Muskat, die sich zu toxisch-mineralischen Schießpulver-Akkorden gesellen. Die Herznote wird befeuert von Exoten wie schwarzem Jasmin, rotem Pfeffer und schwarzer Orchidee. Schwere Kaliber von erdigen Moos- und Ledernuancen, Gaiac-Holz, das animalische Pheromon-Molekül ISO-E-Super, Vetiver und Moschusanklänge besch(l)ießen den harzig-balsamischen Fond.

 

 

Dem originären Duft-Macho für Frauenjäger, Großstadt-Cowboys und Land-Gendarmen in 100 ml Eau de Parfum-Größe im Portfolio von will be a brand kann in ausgewählten deutschen Premium-Parfümerien und Concept Stores aufgelauert werden. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Werner, Rostock (Sonntag, 10 November 2019 11:23)

    Eine treffsichere Beschreibung und wieder einmal lesenswert amüsante Duftvorstellung! Kompliment und viele Lesergrüße

  • #2

    Die Redaktion (Sonntag, 10 November 2019 17:08)

    Vielen Dank für den motivierenden Post, lieber Werner! Gruß aus Hamburg, CR