Parfums CARON – Ästhetischer Hochgenuss in unvergänglicher Duftsprache

© Parfums CARON Paris - Retro-Luxus von Surrealismus bis Gegenwart in neuer Interpretation
© Parfums CARON Paris - Retro-Luxus von Surrealismus bis Gegenwart in neuer Interpretation

 

PARFÜM-TRENDS

Das französische Traditionshaus CARON hat seit der gefeierten Premiere seines göttlichen Damen-Erstlings „Narcisse Noir“ 1911 nichts an olfaktorischer Faszination eingebüßt. Noch heute umflort das zweitälteste Pariser Parfümhaus ein Hauch von erhaben opulenter Dekadenz der Fin de Siècle-Epoche. Mit dem erfolgreichen Relaunch der Les Hommes-Herrenkollektion huldigt der langjährige Inhouse-Meisterparfümeur Richard Fraysse einem legendären Duftklassiker der Haute Parfumerie.   

Reiches Markenerbe und schöpferische Spitzenleistungen

 

Ernest und Raoul Daltroff, die Söhne russisch-jüdischer Emigranten, eröffneten 1904 in der Rue de la Paix ihre Parfümboutique Parfums CARON nach dem Kauf der ersten kleinen Parfümerie „La Maison Emilia“ von Anne-Marie Caron. Mit begnadeter Nase und Unterstützung seiner Muse und künstlerischen Leiterin Félicie Wanpouille schuf der enthusiastische Amateur-Parfümeur Ernest Daltroff gleichsam gewagte wie emanzipierte Damenkreationen des frühen 20. Jahrhunderts wie NARCISSE NOIR, N’AIMEZ QUE MOI, PARFUM SACRÉ oder TABAC BLOND. Extravaganz in Optik und kühner Rezeptur war das Markenzeichen der sinnlich vibrierenden Rosen-Kompositionen – Daltroffs heimliche Amour fou zu Wanpouille beflügelte zusätzlich den kommerziellen Erfolg. In den 30ern produzierte das Unternehmen einen weiteren Meilenstein seiner glanzvollen Historie: einen losen Luxus-Gesichtspuder, der neben weiteren Make-up-Produkten noch immer unverändert in geheimer Rezeptur gefertigt wird. Der Schöpfer des weltweit ersten exklusiven Eau de Toilette-Herrenduftwassers POUR UN HOMME (1934) floh zu Beginn des Zweiten Weltkriegs nach Amerika, verließ den Pariser Chefposten dauerhaft und starb 1941 im kanadischen Exil. Bis zu ihrem Tod 1967 führte Madame Wanpouille die Maison CARON in kreativer Eigenregie mit fruchtbaren Parfüm-Kollaborationen; 1998 erwarb die Alès Groupe das traditionsreiche Unternehmen. Seit 2018 ist die luxemburgische Rothschild-Holding Cattleya Finance S.A. neuer Eigentümer.

 

CARON ist heute eines der letzten reinen Dufthäuser ohne jeglichen Couture-Bezug und eines der wenigen mit eigenem Meisterparfümeur. Seine übergroßen, kostbar verzierten Fontänen aus Baccarat-Kristall zum Befüllen der Parfümflakons sind prächtige Kunstobjekte und das Herzstück der exquisiten Verkaufsboutiquen in Paris, New York, London, Tokyo, Moskau oder Dubai. Zum 80. Jubiläum des noblen Herrenduftklassikers POUR UN HOMME kreierte Nase Richard Fraysse 2014 einige Neukompositionen, cool inszeniert von Kampagnenfotograf Ludovic Baron, und legte postmoderne Meisterwerke für eine junge Kundengeneration als verfeinerte „Le Sélection“ 2013 neu auf.

 

Aufbruch in eine neue Parfümeurs-Ägide

 

Das Herren-Sortiment umfasst aktuell neun Herrendüfte, die mit ihrer originären Signatur als zeitlos-elegante Evergreens der sublimen Haute Parfumerie gelten. Neben dem charismatischen Statement-Duft POUR UN HOMME mit grün-maskuliner Frische von Lavendel, Vanille und Moschus gibt es zahlreiche Variationen des authentischen DNA-Codes. Die facettenreiche Vintage-Version POUR UN HOMME MILLESIME (2014) schmückt sich mit einer superben Auswahl floraler Lavendel-Nuancen und feinaromatischer Vanille-Noten. Das herb-zitrische SPORT (2015) und der frisch-blumige Flanker L’EAU (2018) aus der Ideenschmiede des neuen Hausparfümeurs William Fraysse präsentieren eine spritzige, popmoderne und zeitgemäß universelle Interpretation des provenzalisch-würzigen Lavendel-Themas. Neuzugang ist ein EXTRAIT DE PARFUM (2017) in unverwechselbar eckiger Gewandung, rauchig-grüner Glaslackierung und mit markanten Metallapplikationen. Der intensive und assoziativ vielschichtige Herrenduft betört mit einem fein verflochtenen Aromen-Kick aus Amber, Lavendel Absolue und Vanille mit bewährt langer Sillage.

 

YATAGAN (1976) zeigt sich mit ledrigen, erdig-waldigen Facetten als hintergründiger Grenzgänger zwischen Orient und Okzident. Das wilde und ungezähmte Kleinasien mit seinen weiten Steppenregionen wird mit Aromen von Estragon, Petitgrain, Patschuli, Eichenmoos, Styrax und Moschus olfaktorisch greifbar. Ein Duft, der polarisieren will – L’ANARCHISTE (2000) ist eine sanfte, grün-holzige und zugleich warm-würzige Rework-Komposition aus weniger dominierender Minze als das Original, Neroli, schmeichelnden Hölzern, Bourbon-Vetiver und Moschus. Mit YUZU (2011) gelang Fraysse eine zartfruchtige, zitrisch-grüne Auflage des klassischen Zitrus-Herrenduftes. Japanische Yuzu-Frucht, Verbene, Basilikum, Feige, Sandel- und Zedernholz laden zu einer sonnigen fernöstlichen Hesperiden-Aromenschau ein. Carol Reeds 1949 aufgeführte Film Noir-Perle „Der dritte Mann“ nach dem Drehbuch von Graham Greene war Inspiration für das 1985 komponierte LE 3ÈME HOMME. Der komplex ausbalancierte, würzig-grüne Allrounder versprüht bis in die herb-krautigen Tiefen elegantes Understatement mit Akkorden von Limone, Bergamotte, Koriander, Gewürznelke, Eichenmoos und Vetiver.

 

Parfums CARON Paris im gehobenen Preissegment sind in Deutschland nur in ausgesuchten inhabergeführten Top-Parfümerien und Premium-Warenhäusern erhältlich. /CR

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