Gut gewappnet gegen Erkältungsviren

Schnupfen, Husten, Heiserkeit - wenn die Immunabwehr versagt/ Foto © medicalpress.de
Schnupfen, Husten, Heiserkeit - wenn die Immunabwehr versagt/ Foto © medicalpress.de

GESUNDHEIT

Viren sind die am häufigsten mutierenden Krankheitserreger. In der kalten Jahreszeit sind wir den über 200 verschiedene Arten, die eine Erkältung auslösen können, fast schutzlos ausgeliefert. Wir erläutern, was gegen grippale Infekte hilft und mit welchen Maßnahmen die Immunabwehr optimal auf die herbstliche Erkältungswelle vorbereitet wird.

Gibt es bald die „Erkältungsimpfung“?

 

Viele Menschen lassen sich jährlich gegen Grippe impfen, stellt eine Impfung doch die wirksamste Art dar, sich gegen eine Influenza und mögliche Komplikationen zu schützen. Doch da Grippeviren schnell mutieren können, muss jedes Jahr ein neuer Impfstoff entwickelt werden, der über die entsprechenden Antigene verfügt. Ganz ähnlich verhält es sich mit der Variabilität der Rhinoviren. Hier werden weltweit über 100 Serotypen unterschieden. Wissenschaftlern aus den USA ist es jedoch kürzlich im Tierversuch gelungen, die Produktion von Antikörpern als Reaktion auf eine Impfung anzuregen. Sollte eine „Erkältungsimpfung“ also schon bald möglich sein? Die Autoren der Studie sind optimistisch. Die Herstellung eines Impfstoffs hänge ihres Erachtens nach von den technischen Herausforderungen der Produktion ab.

 

Kontaktverbot: Hände weg von Nase und Augen!

 

Vom beheizten Raum an die kühle Luft – und schon läuft die Nase, der Hals kratzt und man fühlt sich abgeschlagen und schlapp. Doch es sind nicht die niedrigen Temperaturen, die eine Erkältung hervorrufen, sondern die virale Infektion der Schleimhäute in der Nase, im Rachen und in den Atemwegen. Die Quelle der Infektion sind häufig andere Menschen, durch die es beim Sprechen, Niesen oder Husten zur Übertragung durch respiratorische Tröpfchen kommt. Je nach Typ können die Erreger unterschiedlich lange infektiös bleiben. Nicht umsonst ist eine der wirksamsten Maßnahmen zur Vorbeugung das häufige Händewaschen, da diese oft unbewusst in Kontakt mit den Schleimhäuten von Nase und Augen in Berührung kommen.

 

Alle Jahre wieder

 

Im Herbst und Winter erkälten sich Erwachsene durchschnittlich zwei bis vier Mal, während Kinder sich sogar bis zu 13 Mal im Jahr erkälten können. Die Inzidenz von Erkältungen hängt vom Alter und dem Zustand des Immunsystems ab. Virusinfektionen sind in der Regel selbstbegrenzend, was bedeutet, dass sie nach spätestens etwa zehn Tagen wieder von alleine abklingen. Sollten die Symptome jedoch länger als 14 Tage andauern, ist ein Gang zum Arzt unumgänglich. Nach wie vor ist jedoch Vorbeugung die beste Medizin.

 

Was hilft bei Erkältungen?

 

Viel trinken, ausreichend Frischluftzufuhr, eine gut temperierte Raumbefeuchtung und körperliche Schonung sind die wirksamsten Maßnahmen bei einer Erkältung. Neben Wasser sorgen auch ungesüßte Kräutertees, Milch mit Honig oder vitaminreiche Smoothies für mehr Geschmack. Auch das Lutschen von Kräuter-Dragees und das Gurgeln mit Salbei- oder Kamillentee können den Heilungsprozess unterstützen und einen gereizten Rachen beruhigen. Bei Fieber sind neben fiebersenkenden Medikamenten kalte Wadenwickel ein bewährtes Hausmittel. Gegen wunde Hautstellen im Mund- und Nasenbereich helfen Cremes mit Kamille oder Zink. Auch Inhalationen, befeuchtende Meerwasser-Nasensprays, pflanzliche Einreibepräparate oder heiße Bäder mit ätherischen Ölen befreien die Atemwege und beruhigen die gereizten Schleimhäute.

 

Und wie kann man sich schützen?

 

Neben pharmakologischen Behandlungsmaßnahmen, die eine Erkältung symptomatisch behandeln, gibt es auch Möglichkeiten, sich vor einem grippalen Infekt zu schützen. Besonders wichtig ist Ruhe und ausreichender Schlaf. Gerade wer nicht ganz fit ist, sollte jede Art von Stress vermeiden und versuchen, einen Ausgleich zu schaffen. Um die Immunabwehr in der nasskalten Jahreszeit zu unterstützen, eignen sich Vitamin C- und Zink-Präparate. Auch auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sollte man unbedingt achten. Durch die trockene Heizungsluft im Winter neigen die Schleimhäute zu einer höheren Anfälligkeit für Infektionen.

 

Quellenverweis: medicalpress.de

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