Wortie spezial: Stielwarzen mittels Vereisung behandeln

© Monika Hagenhoff/ medicalpress.de
© Monika Hagenhoff/ medicalpress.de

EXPERTENFORUM

Fachinterview zum Thema Stielwarzen mit Monika Hagenhoff, Apothekerin aus Dortmund

Auch wenn Stielwarzen kein Risiko für die Gesundheit darstellen, empfinden viele Menschen die kleinen stielförmigen, zumeist hautfarbenen Ausstülpungen als störend. Insbesondere Best Ager, dabei Frauen und Männer gleichermaßen, plagen sich mich diesem kosmetischen Makel herum. Mittels punktgenauer DIY-Vereisung lassen sich die gutartigen Wucherungen jedoch ungefährlich zu Hause behandeln.

 

Warum ist die Vereisung eine optimale Therapie, um Stielwarzen loszuwerden?

 

Monika Hagenhoff: Die Vereisung ist meines Erachtens gut geeignet, weil sie durch den Betroffenen leicht anzuwenden ist. In der Regel reicht eine einmalige Anwendung aus, die reine Vereisungszeit beträgt 40 Sekunden, so dass die Stielwarze nach 10-14 Tagen von selbst abfällt.

 

Warum brauchen Betroffene vor der Selbstbehandlung einer Stielwarze durch Vereisung keine Angst zu haben?

 

Monika Hagenhoff: Weil die Selbstbehandlung bei richtiger Anwendung kaum wehtut und auch keine offenen Wunden oder Blutungen entstehen. Für die korrekte Anwendung und wenn man sich unsicher ist, am besten in der Apotheke nachfragen oder einen Blick in den Beipackzettel werfen.

 

Wie kann man sich sicher sein, dass es sich um eine Stielwarze handelt?

 

Monika Hagenhoff: Um auf Nummer sicher zu gehen, schaut man sich die vermeintliche Stielwarze mit einer Lupe oder einem Vergrößerungsspiegel genau an. Sie sitzt auf einem kleinen Stiel und ihre Farbe sollte identisch mit dem restlichen Hautton sein. Außerdem sollte sie weich und beweglich sein und nicht schmerzen, wenn man sie berührt. Betroffene kennen oftmals bereits das Erscheinungsbild der Stielwarze. Bei Zweifeln sollte natürlich unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

 

Warum ist von einer Entfernung der Stielwarze mit der Schere unbedingt abzuraten?

 

Monika Hagenhoff: Hierbei besteht eine große Infektionsgefahr. Während das Abschneiden der Hautwucherung beim Arzt unter sterilen Bedingungen geschieht und eine Nachversorgung gewährleistet ist, sind unsere Scheren zu Hause nicht steril, so dass schon durch den Schnitt beispielsweise Bakterien in die Wunde geraten können, wodurch eine Entzündung entstehen kann. Da Stielwarzen zudem gut durchblutet sind, kommt es eventuell zu einer stärkeren Blutung und zur Narbenbildung.

 

Was empfehlen Sie zur Nachsorge einer vereisten Stielwarze und wie sollte man mit der betroffenen Hautstelle nach der Vereisung umgehen?

 

Monika Hagenhoff: In erster Linie sollte man schauen, dass auf der behandelten Stelle keine Kleidung scheuert oder man daran kratzt. Mit einem Pflaster kann man sie gut schützen. Auch von direkter Sonneneinstrahlung ist abzuraten. Auch nach dem Abfallen der Stielwarze ist die behandelte Hautstelle noch eine Zeitlang besonders empfindlich, sie sollte daher bei Besonnung mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor geschützt werden.

 

Stielwarzen: Charakteristika und Behandlung

 

Die meisten Sachen, die die Haut betreffen, führen einen in die Obhut des Hautarztes. Muttermale, Krampfadern oder Couperose gehören zum Beispiel in die Hände des dermatologischen Profis. Anders bei Stielwarzen. Stielwarzen sind ungefährliche Hautwucherungen und haben mit Warzen im klassischen Sinne nichts gemein. Obwohl sie aus medizinischer Sicht nicht entfernt werden müssen, stören sie ein tadelloses Hautbild. Das bewegt einige dazu, sie selbst zu entfernen.

 

Eine Stielwarze ist eine rund ein bis fünf Millimeter kleine Hautwucherung am Hals, in der Achselhöhle oder der Leistengegend – was aussieht und auch heißt wie eine Warze, ist im Grunde genommen keine, da sie nicht durch Viren verursacht wird. Stielwarzen sind gutartige Wucherungen des Bindegewebes, in der Dermatologie als weiches Fibrom oder Akrochordon bekannt. Was medizinisch gesehen ungefährlich ist, sieht unschön aus. Insbesondere wenn es nicht nur bei einer bleibt, denn: Eine Stielwarze kommt selten allein.

 

Stielwarzen entstehen durch übermäßiges Wachstum von Hautzellen. Nur warum sie vermehrt wuchern, ist derzeit noch nicht eindeutig geklärt. Deshalb kann man auch keine prophylaktischen Maßnahmen ergreifen. Sie entstehen bevorzugt in Arealen wie Hals, Achseln oder der Leistengegend an. Sogar am Augenlid zeigen sie sich manchmal. Und das bei Frauen und Männern gleichermaßen. Teilweise geht es damit schon in der Pubertät los. Doch die meisten dieser weichen Hautknötchen bilden sich jenseits des 30. Lebensjahres. Stielwarzen mögen das Alter: So gibt es kaum einen Best Ager, der nicht ein paar Stielwarzen sein Eigen nennt.

 

Um auf Nummer sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich um eine echte Stielwarze handelt, gilt es, genau hinzusehen. Am besten mittels Lupe oder Vergrößerungsspiegel. Denn die kleinen Hautknötchen haben ganz bestimmte Eigenschaften. Ihre Farbe ist identisch mit dem restlichen Hautton, manchmal auch ein wenig dunkler. Sie sind weich und biegsam. Ganz gleich in welche Richtung sie bewegt werden: Es tut nicht weh. Auch beim bloßen Berühren verursachen sie keine Schmerzen. Und wie ihr Name schon sagt, ragen sie auf einem kleinen, schmalen Stiel aus der Haut.

 

Abschneiden, abrasieren, abbinden?

 

Besser nicht! Es gibt die verrücktesten Mittel eine Stielwarze selber zu entfernen. Die meisten davon sind jedoch nicht zu empfehlen: Die Stielwarze ist sehr zellreich und gut durchblutet. Schneidet man sie ab oder geht mit dem Rasierer darüber, kann das eine langwierige Blutung zur Folge haben. Das Abbinden mit einem Faden, den man jeden Tag fester zieht, hat den Zweck, der Stielwarze die Blut- und Nährstoffzufuhr zu kappen. Allerdings entfernt man sie so nicht rückstandslos, es bleibt oft ein kleiner Rest des Stiels zurück.

 

Wortie spezial: Stielwarze on ice!

 

Was man von der Behandlung „echter“ Warzen schon lange kennt, das gibt es auch für die Entfernung von Stielwarzen: die bewährte DIY-Kryotherapie mit dem apothekenexklusiven, nicht verschreibungspflichtigen Medizinprodukt Wortie spezial von Hennig Arzneimittel. Durch die Kälte werden das Gewebe und die Blutgefäße der Stielwarze zerstört und sie fällt nach einiger Zeit von selber ab. Darunter kommt glatte Haut zum Vorschein. Lässt man Stielwarzen aus rein kosmetischen Gründen allerdings beim Hautarzt entfernen, werden hier Kosten zwischen 50-70 Euro fällig, die als Selbstzahlerleistung getragen werden müssen.

 

Quellenverweis: Yupik PR Köln/ medicalpress.de

Weiterführende Informationen: www.wortie-hennig.de

Kommentar schreiben

Kommentare: 0